EMDR TRAUMATHERAPIE

Sylvia Mehrl - Therapiemethoden

EMDR bedeutet: Eye Movement Desensitization and Reprocessing
(= Desensibilisierung und Neu-Verarbeitung durch Augenbewegungen)

Entwickelt wurde diese Methode von der amerikanischen klinischen Psychologin Dr. Francine Shapiro. Sie stellte an sich selber eine deutliche Entlastung von eigenen Ängsten und negativen Gedanken fest, dadurch dass sie Ihre Augen schnell Hin und Her bewegte. Inzwischen wurde die Methode erfolgreich weiterentwickelt und mit EMDR können Traumatas, aber auch andere Störungsbilder behandelt werden.

Bei dieser Methode ist der zentrale Aspekt, eine Nachverarbeitung belastender Erinnerungen durch die Links-Rechts-Stimulation des Gehirns.

Dies geschieht durch folgenden Prozeß: Der Klient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese Ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Durch diese Stimulierung des Gehirns werden Ängste- und Panikgefühle weniger – sie werden desensibilisiert.

Darüber hinaus kommt es durch die Links-Rechts-Stimulation des Gehirns zu einer Verknüpfung von zuvor isoliert abgespeicherten Teilen der Erinnerung: Emotionen, Gedanken, Körperreaktionen, fragmentierte Sinneseindrücke formen sich wieder zu einer ganzheitlichen Erinnerung.

Dadurch verändern sich auch die damit verbundenen negativen Gedanken hin zum Positiven. Diese Neuverarbeitung bewirkt, dass das traumatische Erlebnis zwar noch existiert, in der Erinnerung aber nicht mehr ständig präsent ist. Der Klient weiß, so ist es passiert, nun ist es aber vorbei.

Die Wirksamkeit von EMDR ist durch wissenschaftliche Studien belegt und von der WHO und den gesetzlichen Krankenkasse als Methode der Traumatherapie anerkannt.